Verschwiegenheitspflicht im Erbfall

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Frage: Ein langjähriger Mandant ist verstorben. Die Erbfolge ist unklar. Der Neffe des verstorbenen Mandanten ist im Auftrag seiner Mutter in unserer Kanzlei vorstellig geworden und verlangt Einsicht in die Mandantenakte. Angeblich sei seine Mutter Erbin und wolle sich einen Überblick über die Vermögensverhältnisse verschaffen. Ein Testament, einen Erbvertrag oder einen auf die Mutter ausgestellten Erbschein konnte er nicht vorlegen. Ein Erbschein werde nicht beantragt, weil die Mutter das Erbe dann nicht mehr ausschlagen könnte. Wir sehen uns durch unsere Verschwiegenheitspflicht daran gehindert, die gewünschte Einsicht zu gewähren und Auskünfte zu erteilen. Liegen wir mit dieser Einschätzung richtig? Ein befreundeter

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