Wann ist eine Honorarabrede „deutlich abgesetzt“ von anderen Vereinbarungen?

Eine Vergütungsvereinbarung muss von anderen Vereinbarungen deutlich abgesetzt sein. Dies gilt jedenfalls dann, wenn die Vereinbarung – wie im Regelfall – nicht vom Auftraggeber (Mandanten) verfasst wurde, § 4 Abs. 1 Satz 2 RVG. In der Kommentarliteratur wird die Frage nach der deutlich abgesetzten Honorarvereinbarung seit langem diskutiert. Erstmals hat sich dazu nun ein Oberlandesgericht geäußert, und zwar zur Parallelvorschrift des § 3a Abs. 1 Satz 2, RVG (OLG Karlsruhe, Urt. v. 20.01.2015 19 U 99/14). In dem dort entschiedenen Fall war die Vereinbarung ausschließlich durch Absätze und Überschriften in Fettdruck strukturiert. Dies genügte dem Gericht nicht. Als Mittel der

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