Verschwiegenheitspflicht bei untergetauchtem Mandanten

Frage: Gegenüber einem früheren Mandanten haben wir nicht unerhebliche offene Forderungen. Der Mandant ist „untergetaucht“. Jedenfalls ist er unter seiner alten Adresse und Telefonnummer nicht mehr zu erreichen. Dürfen wir beim Einwohnermeldeamt nachfragen, wo sich sein aktueller Wohnsitz befindet oder verletzen wir dadurch die Pflicht zur Verschwiegenheit? Antwort: Die gesetzlich normierte Verschwiegenheitspflicht (§§ 57 Abs. 1 StBerG, 203 StGB) kennt zwei Ausnahmen. Die eine ist die, dass der Mandant seinen Steuerberater von der Verschwiegenheitspflicht entbindet. Entbindung durch den Mandanten Angesprochen hiervon sind beispielsweise die Fälle, in denen der Mandant den Steuerberater als Zeugen in einem Zivilverfahren benennt. In einem solchen

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