Vernichtung der Originalbelege durch einen Hochwasserschaden/Wassereinbruch im Keller nach Starkregen

Frage: Bei dem sintflutartigen Starkregen (Hochwasser) ist der Kellerraum/Lagerraum meines Mandanten, in dem dieser die Originalbelege zu seiner Buchhaltung aufbewahrt, überschwemmt worden. Kann die Finanzverwaltung in einer (späteren) Betriebsprüfung nach § 162 AO schätzen, wenn die Buchhaltung zwar ordnungsgemäß geführt ist, infolge der Kellerüberschwemmung aber die Papierbelege (Originale) vernichtet wurden bzw. unbrauchbar geworden sind? Antwort: Unserer Auffassung nach besteht keine Schätzungsbefugnis für die Finanzverwaltung. Nach § 162 Abs. 2 AO in Verbindung mit § 158 AO hat der Gesetzgeber angeordnet, dass der formell ordnungsgemäßen Buchführung grundsätzlich Glauben zu schenken ist. Geschätzt werden darf nur, wenn die Vermutung für die sachliche

Der Artikel ist steht nur für Abonnenten im Volltext zur Verfügung. Wenn Sie bereits Abonnent sind, loggen Sie sich bitte ein. Wenn Sie Abonnent werden möchten, registrieren Sie sich bitte.

Registrierte Benutzer hier anmelden