Mittelgebühr vs. Ermessensspielraum?

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Das OLG Frankfurt hat sich mit Urteil vom 05.10.2018 (8 U 203/17) u. a. mit der wichtigen Frage befasst, ob und in welchen Fällen dem Steuerberater bei der Festsetzung seiner Gebühren ein Ermessensspielraum zugebilligt wird. In dem Rechtsstreit hatte eine Steuerberatungsgesellschaft für die Erstellung von Jahresabschlüssen jeweils 30/10 in Rechnung gestellt, die Gebührenansätze jedoch nicht begründet. Sie hatte sich wohl darauf verlassen, dass ihr die Mittelgebühr (25/10) ohne Beweisantritt zugesprochen wird und bzgl. des Restes (5/10) der in der Rechtsprechung anerkannte Ermessensspielraum von bis zu 20 % greift (25/10 + 20 % = 30/10). Dieser Argumentation konnte sich das Gericht

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