Keine Haftung als „faktischer Geschäftsführer“ und keine Untreue nur aufgrund des Mandatsverhältnisses

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Viel Glück hatte ein Steuerberater (im Folgenden auch Beklagter) vor dem Landgericht Münster (Urteil vom 04.07.2018, Az.: 11O 54/16) in einem Rechtsstreit mit einem Insolvenzverwalter (im Folgenden auch Kläger), da eine andere rechtliche Sichtweise wohl durchaus vertretbar gewesen wäre. Der Insolvenzverwalter hatte 212.023,24 € Schadensersatz verlangt, den er von dem Steuerberater als „faktischer Geschäftsführer“ der Insolvenzschuldnerin und wegen Untreue forderte. Steuerberater berät Geschäftsführerin der Insolvenzschuldnerin und ist gleichzeitig selbst Geschäftsführer der (Haupt-) Gläubigerinnen Zugrunde lag eine Fallgestaltung, in welcher der Steuerberater zunächst die Geschäftsführerin der R-Vermögensverwaltungs-GmbH & Co. KG (im Folgenden auch Insolvenzschuldnerin), eine Frau D. steuerlich beriet. Gleichzeitig war

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