Kein Honoraranspruch bei einer Tätigkeit im Verwandtenkreis aus reiner Gefälligkeit

Es entspricht einem gesellschaftlichen Konsens, dass Gefälligkeiten grundsätzlich unentgeltlich erbracht werden. Oft geht jedoch eine Tätigkeit, die als weniger aufwendige Gefälligkeit begann, in einen Arbeitsaufwand über, bei dem der ursprüngliche Gefälligkeitscharakter nicht mehr besteht und die Unentgeltlichkeit nicht mehr gerechtfertigt werden kann. Dies gilt insbesondere für Beratungsleistungen, die Steuerberater unter Einbringung ihrer Kenntnisse, ihrer praktischen Fertigkeiten und ihrer Kanzleistruktur für Familienangehörige, Freunde und Bekannte erbringen. Eine aktuelle Entscheidung des Landgerichtes Bielefeld zeigt, dass Steuerberater gut daran tun, zwischen einer ohne großen Aufwand zu erledigenden Gefälligkeit und einer klassischen, aber auch entsprechend zu vergütenden, originären Berufstätigkeit zu unterscheiden und hierüber im

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