Sehr geehrte Steuerberaterin,
sehr geehrter Steuerberater!

Mit dem dritten Teil wird die Serie „Rechtsformen für Steuerberatungsgesellschaften“ nun abgeschlossen. Er ist der Partnerschaftsgesellschaft gewidmet, die in den vergangenen Jahren mehr und mehr an Bedeutung gewonnen hat.

Neuen – und ungebremsten – Aufschwung erfuhr diese Gesellschaftsform mit Einführung der Möglichkeit, eine generelle Haftungsbeschränkung für berufliche Fehler vorzusehen. Es geht um die Partnerschaftsgesellschaft mit beschränkter Berufshaftung (PartG mbB), die sich nicht allein, aber doch insbesondere bei interprofessionellen Sozietäten als echte Alternative darstellt.

Ein Thema, mit dem sich KANZLEI intern immer wieder befassen muss, sind die Rechtsfragen rund um die Kündigung eines Mandats. „Darf der Mandant von heute auf morgen kündigen?“, „Wann und wie darf das Zurückbehaltungsrecht ausgeübt werden?“, „Wie werden angefangene Arbeiten abgerechnet?“ und viele Fragen mehr. Eine Übersicht über die in der Praxis regelmäßig vorkommenden Fragestellungen mit einem Musterschreiben finden Sie in dieser Ausgabe.

Im direkten Zusammenhang mit der Ausübung des Zurückbehaltungsrechts steht auch die Frage, ob und unter welchen Voraussetzungen Steuerberater gegenüber der Staatsanwaltschaft auskunfts- bzw. vorlagepflichtig sind. Ein recht abenteuerlicher Standpunkt wurde unlängst von einer Staatsanwaltschaft vertreten. Der hierzu geführte Schriftverkehr zeigt die Problematik in großer Deutlichkeit auf.

Was würden wir ohne die Daten und Auswertungen der Statistischen Bundesämter machen? Nun ja, in vielen Bereichen würden sie uns nicht fehlen. Manchmal sind sie jedoch auch hilfreich. Was die Anfragen der Ämter eint, ist der Umstand, dass sie die Daten erheben dürfen und wir sie im Zweifel liefern müssen, auch wenn ggf. Rückschlüsse auf die Mandantenstruktur offenkundig werden.

Zum Jahresabschluss bedankt sich das Autorenteam von KANZLEI intern ganz herzlich für Ihre Treue. Wir hoffen, Ihnen auch im abgelaufen Jahr interessante und aufschlussreiche Berichte geliefert und den einen oder anderen hilfreichen Hinweis gegeben zu haben. Wir wünschen Ihnen ein ruhiges und besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Start in ein gesundes, zufriedenes und erfolgreiches Jahr 2016!

Ihr
Michael Klaeren

Ausgabe Dezember 2015