Sehr geehrte Steuerberaterin,
sehr geehrter Steuerberater!

Im Rahmen unserer Reihe „Rechtsformen für Steuerberatungsgesellschaften“ greift Kollege Dr. Stagat in dieser Ausgabe das Thema „Gesellschaftsrechtliche Flexibilität“ auf,
ein neben der Haftung wichtiges Thema. Bezogen auf die jeweiligen Rechtsformen wird dargestellt, welche Formalien bei Ein- und Austritt von Gesellschaftern, bei Satzungsänderungen, Übertragungen von Mitgliedschaften etc. beachtet werden müssen.

Der zweite Beitrag beschäftigt sich mit der sehr praxisnahen Frage, wie der E-Mail-Verkehr zwischen Steuerberater und Mandant (oder Dritten) ausgestaltet sein muss, um den berufsrechtlichen Anforderungen, namentlich der Verschwiegenheitspflicht, zu genügen. Darf man, wenn der Mandant einen via E-Mail kontaktiert, davon ausgehen, dass er generell mit einem Informationsaustausch via E-Mail einverstanden ist, oder muss man eine Verschlüsselung der Daten vornehmen, um sich nicht der Gefahr des Geheimnisverrats auszusetzen?

Unter der Rubrik „Kollegen fragen – KANZLEI intern antwortet“ wird die gebührenrechtliche Frage behandelt, nach welcher Vorschrift Tätigkeiten abzurechnen sind, wenn Einkünfte offengelegt werden müssen, aber keine Selbstanzeige vorliegt.

Besonders interessant und vielschichtig ist die Anfrage eines Kollegen, der sich an einer Ausschreibung der Öffentlichen Hand beteiligen möchte. Neben der Bezifferung eines Pauschalpreises wird seitens des potentiellen Mandanten eine Referenzliste des Steuerberaters gefordert. Es werden somit sowohl gebührenrechtliche wie auch berufsrechtliche Aspekte angesprochen.

Wer kennt es nicht, das Problem, dass der Mandant selbst bucht, dann aber viele Rückfragen hierzu an den Steuerberater gestellt werden. Bei der Abrechnung ergeben
sich verschiedene Möglichkeiten, wobei den Formalien stets eine große Bedeutung zukommt, denn ohne korrekte Gebührenrechnung kommt der Mandant nicht in Verzug, kann keine (erfolgreiche) Klage durchgefochten werden, entsteht keine Aufrechnungslage.

Ein Abonnent hat uns ein schönes Kompliment gemacht: „KANZLEI intern ist die einzige Fachzeitschrift, die ich mit in den Urlaub nehme“.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine erholsame Urlaubszeit und eine aufschlussreiche Lektüre.

Ihr
Michael Klaeren

Ausgabe August 2015