Sehr geehrte Steuerberaterin,
sehr geehrter Steuerberater!

Die Europäische Kommission hat gegen die Bundesrepublik Deutschland ein Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet, weil die Steuerberatervergütungsverordnung (und andere Vergütungsordnungen freier Berufe) Mindestpreise vorsieht und dies mit europäischem Recht nicht vereinbar sei. Unser Gesetzgeber ist gerade dabei, diesem Anliegen Rechnung zu tragen. Leider schießt er dabei etwas über das Ziel hinaus, denn es hätte aus unserer Sicht ausgereicht, einen Passus in das Gesetz einzufügen, nach dem die gesetzlichen Gebühren bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen unterschritten werden dürfen. Was aber macht der Gesetzgeber? Er legt nun den Steuerberatern eine Hinweispflicht darauf auf, dass sie auch geringere als die gesetzlichen
Gebühren vereinbaren dürfen.

Ich wünsche Ihnen eine aufschlussreiche Lektüre

Ihr
Michael Klaeren

Juni 2016