Sehr geehrte Steuerberaterin,
sehr geehrter Steuerberater!

Immer mehr Berufskolleginnen und -kollegen nutzen die Möglichkeit der Außendarstellung in den elektronischen Medien.

Wer eine eigene Homepage unterhält oder – ganz trendy – sich zudem in sozialen Netzwerken mit seiner Kanzlei präsentiert, sollte dem Thema „Impressum“ besondere Aufmerksamkeit widmen. Anderenfalls drohen Abmahnung und Unterlassungsklage.

Nicht weniger problematisch ist die Datenschutzerklärung, die alle diejenigen Kolleginnen und Kollegen auf ihrer Homepage vorhalten müssen, die ein Kontaktformular verwenden, was wohl als Regelfall angesehen werden kann. Im Rahmen dieser Ausgabe werden die beiden zusammenhängenden Problemkreise näher erörtert.

Potentielle Neumandanten fragen gerne nach dem Preis für die Beratungsleistungen, und Steuerberater sind nicht selten versucht, ein entgegenkommendes Angebot zu unterbreiten und im Hinterkopf die Überlegung zu haben, das Honorar nach und nach anzupassen. Was man dabei nicht tun sollte, und dies wird bei Lektüre eines Urteils des Amtsgerichts Hattingen deutlich, ist, dem Mandanten den Eindruck zu vermitteln, dass auch in der Zukunft nach der entsprechenden Maßgabe oder zum Beispiel auf der Honorarbasis des Vorberaters abgerechnet wird.

In der April-Ausgabe von KANZLEI intern hat Kollege Dr. Berst-Frediani die Grundlagen des Steuerberater-Anstellungsvertrages  dargelegt. In dieser Ausgabe erhalten Sie nun ganz konkret Hinweise und Tipps, was Sie bei Abschluss eines Arbeitsvertrages beachten sollten. Die Ausführungen dürften für Arbeitgeber wie für Arbeitnehmer gleichermaßen interessant sein.

In der Kollegenecke finden Sie eine interessante gebührenrechtliche Fragestellung. Auch nach der letzten Neuregelung zur Selbstanzeige und deren Stichtag 31.12.2014 gibt es hierzu noch viele Anwendungsfälle.

Ich wünsche Ihnen eine anregende und aufschlussreiche Lektüre!

Ihr
Michael Klaeren

Ausgabe Mai 2015