Sehr geehrte Steuerberaterin,
sehr geehrter Steuerberater!

Die Nichtbeanstandungsregelung, nach der es für den Veranlagungszeitraum 2012 noch möglich war, die E-Bilanz in Papierform bei der Finanzverwaltung einzureichen, ist ausgelaufen. Viele Kollegen hatten diese Möglichkeit genutzt und stehen daher erst jetzt vor der Frage, wie die Tätigkeiten, die sich um die elektronische Einreichung der Bilanz und der GuV ranken, abgerechnet werden können. Lesen Sie im ersten Artikel dieser Ausgabe, welche Abrechnungsmöglichkeiten sich bieten. Ergänzend sei auf den Artikel „Abrechnung von Jahresabschlüssen in Zeiten von BilMoG und E-Bilanz“ aus der Ausgabe 4/2013 hingewiesen.

Ein für Syndikus-Rechtsanwälte verheerendes Urteil hat das Bundessozialgericht gefällt. Auch wenn dieses Urteil nicht direkt auf Steuerberater-Syndici übertragbar ist, sollten Steuerberater dieses Urteil kennen. Nicht selten werden Haftungsansprüche von Mandaten geltend gemacht, weil ihr Steuerberater sie nicht über Pflichtmitgliedschaften in der gesetzlichen Rentenversicherung oder der gesetzlichen Krankenkasse hingewiesen hat.

Sehr viel Glück hatte eine Steuerberaterin, die mit einem deutlich begründeten Schadensersatzanspruch konfrontiert war. Das Verhalten der Kollegin könnte aus dem Lehrbuch „Wie man es keinesfalls machen sollte“ stammen. Kollege Wacker hat das Urteil aufbereitet und dabei zugleich aufgezeigt, welche Grundpflichten im Verhältnis zum Mandaten zu beachten sind.

Der Frage, welche Urteile ein Steuerberater spätestens wann kennen muss, widmet sich Artikel 03 dieser Ausgabe.

Auch wenn es in Steuerberaterkanzleien eher selten vorkommt, ist es doch ein allgemeines Phänomen, dass bestimmte Mitarbeiter krankheitsanfälliger sind als andere. Das Bundesarbeitsgericht hat in einer aktuellen Entscheidung die Arbeitgeberrechte gestärkt. Ein Ersatzanspruch des Arbeitgebers gegen den Arbeitnehmer auf Erstattung von Detektivkosten besteht bereits dann, wenn sich der Arbeitnehmer so verhält, dass der bloße Verdacht besteht, er habe die Arbeitsunfähigkeit und in dessen Folge die Entgeltzahlung im Krankheitsfall nur erschlichen.

Drei interessante Fragestellungen in unserer Kollegenecke sowie ein Artikel unter der Rubrik „Bunt und Galant“ runden diese Ausgabe ab.

Ich wünsche Ihnen eine aufschlussreiche Lektüre

Ihr
Michael Klaeren

Ausgabe April 2014