Sehr geehrte Steuerberaterin,
sehr geehrter Steuerberater!

Das Thema „Mandatskündigung“ steht immer wieder auf der Agenda. Mehr und mehr sind es nun auch Steuerberater selbst, die das ihnen übertragene Mandat niederlegen. Man könnte den Eindruck gewinnen, als würden sich ungute Sitten der gewerblichen Wirtschaft langsam den Weg in die Kanzleien bahnen. Nicht oder nur zeitlich stark versetzte Zahlung von Honorar, Aufforderungen zum Rechtsbruch oder zum Wegsehen, Geltendmachung von Schadensersatz wegen vermeintlicher Falsch- oder Nichtberatung stehen im Raum. In diesen Fällen sind die Kollegen/innen gut beraten, wenn sie von sich aus das Mandat beenden. Welche Dinge im Einzelnen dabei zu beachten sind, erfahren Sie im ersten Artikel dieser Ausgabe.

Mehr und mehr Relevanz kommt den nicht mehr ganz „neuen“ Medien und damit zugleich den Möglichkeiten der Werbung in diesen zu. Neben dem Berufsrecht, welches von Steuerberatern bei der Werbung unabhängig vom gewählten Medium immer zu beachten ist, enthält das Lauterkeitsrecht (UWG) eine ganze Reihe von Restriktionen, die es zu beachten gilt. Bei Verstößen drohen Abmahnungen bzw. Unterlassungsklagen und möglicherweise auch die Geltendmachung von Schadensersatz. Rechtsanwalt Matthias Fleischer hat diesen Problemkreis in einem Gastbeitrag für Sie aufbereitet.

Unter der Rubrik „Kollegen fragen, KANZLEI intern antwortet“, die sich wachsender Beliebtheit erfreut, finden Sie in dieser Ausgabe gleich eine ganze Reihe von interessanten Fragestellungen.

Und es wird auch wieder „Bunt und Galant“. Nach über zwanzigjähriger Präsidentschaft des Kollegen Dr. Harald Grürmann zeichnet nun seit vergangener Woche in Niedersachsen ein junger Kollege für die Geschicke des Berufstandes der Steuerberater verantwortlich.

Herrn Dr. Grürmann danken wir an dieser Stelle herzlich für die langjährige Zusammenarbeit und die Unterstützung dieser Zeitschrift!

Ich wünsche Ihnen eine ebenso kurzweilige wie aufschlussreiche Lektüre.

Ihr
Michael Klaeren

Ausgabe März 2015