Sehr geehrte Steuerberaterin,
sehr geehrter Steuerberater!

Das OLG Frankfurt hat mit Urteil vom 03.01.2017 über einen in der Praxis nicht selten auftretenden Fall befunden. Die klagende Steuerberaterin hatte zu Mandatsbeginn mit ihrem neuen Mandanten die Honorarfrage erörtert und dabei eine „Hausnummer“ genannt. Der Mandant hat hieraus den Schluss gezogen, dass damit das Honorar fest vereinbart sei, es jedenfalls nicht höher als beim Vorberater ausfallen werde. Als das Honorar höher ausfiel, als seinerzeit in den Raum gestellt, verweigerte der Mandant die Zahlung.

Im Ergebnis folgte das Gericht der Einlassung der Steuerberaterin, sie habe keine verbindliche Gebührenauskunft erteilt. Allerdings: wenn sie die Absprache seinerzeit ihrem Mandanten schriftlich mitgeteilt hätte, wäre es erst gar nicht zum Rechtstreit gekommen.

Ihr
Michael Klaeren

Februar 2017