Sehr geehrte Steuerberaterin,
sehr geehrter Steuerberater!

Über die Abrechnung nach Zeithonorar haben wir mehrfach berichtet. Ebenso darüber, was man bei Abschluss von Vergütungsvereinbarungen beachten muss. Gleich zu Beginn dieser Ausgabe finden Sie ein Urteil, welches beide Bereiche anspricht. Rechtliche Probleme spielten im entschiedenen Fall eine untergeordnete Rolle, der Kernpunkt der Entscheidung rankte sich um die Frage, welche tatsächlichen Nachweise ein Steuerberater bei Abrechnung nach Zeithonorar erbringen muss. Nur so viel vorab: eine allgemeingehaltene Zeiterfassung allein reicht nicht aus.

Zwei Fragen sind bei im Raum stehenden Schadensersatzansprüchen nicht immer einfach zu klären: Liegt eine zurechenbare Schlechtleistung des Steuerberaters vor und falls ja, wann verjährt der Anspruch des Mandanten auf Schadensersatz? Zu diesen Rechtsfragen hat das Landgericht Bielefeld ein sehr ausführliches und interessantes Urteil gefällt.

Die Arbeitssicherheit und der Arbeitsschutz in der Kanzlei sind Dinge, die für das verarbeitende (gefahrträchtige) Gewerbe durchaus ihre Berechtigung haben. Ob die entsprechenden Vorgaben auch für Freiberuflerkanzleien wirklich zwingend sind, darf hinterfragt werden. Da die entsprechenden Verpflichtungen aber verbindlich sind, haben wir die Grundzüge derselben in allgemeiner Form für Sie zusammengefasst.

In unserer Kollegenecke finden Sie einige interessante Fragestellungen.

Den Abschluss dieser Ausgabe von KANZLEI intern bildet eine Kurzberichterstattung von der Paragraphenreiter-Sitzung in Köln, bei der Finanzverwaltung und Steuerberaterschaft Arm in Arm geschunkelt und sich offensichtlich glänzend amüsiert haben.

Ich wünsche Ihnen eine ebenso kurzweilige wie interessante Lektüre

Ihr
Michael Klaeren

Ausgabe Januar 2016